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"Reisen für Alle" von Auflösung der NatKo nicht betroffen

Stellungnahme des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. / Betreiber des Kennzeichnungssystems "Reisen für Alle" zur angekündigten Auflösung des Vereins Tourismus für Alle in Deutschland (NatKo) e.V.

Berlin.

Am 12. Juni 2019 hat die NatKo in einen Newsletter infomiert, dass die Mitglieder der NatKo e.V. eine Auflösung des Vereins mit sofortiger Wirkung beschlossen haben.

Das DSFT als Betreiber des bundesweiten Systems „Reisen für Alle“ bedauert die Auflösung des Vereins NatKo e.V., mit welchem das DSFT seit vielen Jahren und in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet hat.

Die Betrieb, die Unterstützung und Förderung des Systems „Reisen für Alle“ ist von der Auflösung der NatKo e.V. nicht betroffen. Das Projekt und das System „Reisen für Alle“ des DSFT werden auch weiterhin vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die aktuelle Förderung ist bis Ende 2020 bewilligt; eine Verlängerung zudem wahrscheinlich.

Das DSFT wird nach der Auflösung der NatKo e.V.  mit den Betroffenenverbänden direkt über einen Einbindung in das Projekt "Reisen für Alle" sprechen. "Das Projekt "Reisen für Alle" war und ist ein gemeinsames Projekt von Tourismus- und Betroffenenorganisationen und soll dies auch zukünftig bleiben", so der Geschäftsführer des DSFT, Rolf Schrader.

Das DSFT dankt der NatKo für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit.

Wachsende Nutzerzahlen und teilnehmende Betriebe und auch die Reichweite des Systems „Reisen für Alle“ entwickeln sich sehr gut. Seit der ITB 2019 existiert eine Schnittstelle zur Website der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), so dass interessierte Deutschlandurlauber sich in Echtzeit über die Angebote informieren können. Auch der ADAC, wheelmap und weitere Partner nutzen die Datenbank und stellen die Betriebe auf ihren Seiten da.

Seit Beginn der Zertifizierungen konnten zahlreiche Erfolge verbucht werden. Im Laufe des Jahres 2019 werden zudem weitere Bundesländer, die aktuell das System „Reisen für Alle“ noch nicht einsetzen, die bundesweiten Kennzeichnungskriterien auch für ihre Leistungsträger anwenden. Ein großer Schritt in Richtung Veranstalterbranche ist außerdem gelungen. Die TUI, der weltgrößte Reiseveranstalter, hat Mitarbeiter nach „Reisen für Alle“ ausbilden lassen und wird in einer Pilotphase ausgewählte konzerneigene Hotels und Resorts nach „Reisen für Alle“ zertifizieren lassen. Damit gelingt dem Kennzeichnungssystem erstmal der Sprung ins Ausland, denn diese Anlagen werden auch außerhalb von Deutschland liegen.

Das DSFT und die „Reisen für Alle“ - Partner schauen zuversichtlich einer positiven Entwicklung im barrierefreien Tourismus in Deutschland entgegen.

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Eintrag veröffentlicht am: 12.06.2019