Reisen für Alle - Deutschland barrierefrei erleben
Über das Projekt

Förderprojekte

„Reisen für Alle“ ist die bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit. Damit werden erstmals für die Gäste notwendige Informationen durch ausgebildete Erheber erfasst und mit klaren Qualitätskriterien bewertet.

Verschiedene Förderprojekte setzen an diesen Ansatz an und geben wichtige Impulse für ein stärkeres Bewusstsein für ein barrierefreies Erleben in Deutschland.

Das bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“

Das Projekt „Einführung des Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“ im Sinne eines Tourismus für Alle in Deutschland“ ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Vorhaben des Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V.

Seit März 2020 setzen alle Bundesländer und eine Hotelkooperation das Kennzeichnungssystem ein. Mehr als 3.000 Betriebe und Angebote wurden mit dem umfangreichen Kriterienkatalog geprüft. Es gibt bereits zahlreiche gute Beispiele und Initiativen in verschiedenen Regionen, doch barrierefreie Tourismusangebote sind in Deutschland noch lange nicht flächendeckend zu finden. Ziel des Projekts ist es daher, das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ bundesweit einzuführen und die Entwicklung und Vermarktung barrierefreier Angebote mit verschiedenen Maßnahmen zu fördern.

Auf den folgenden Seiten finden Sie detaillierte Informationen zu:

Barrierefreie Naturerlebnisse als Impulsgeber für den ländlichen Raum

Mit dem Gemeinschaftsprojekt verfolgen das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V. und der Dachverband Nationalen Naturlandschaften e. V. (NNL) das Ziel „Natur für Alle“. Zusammen mit den Akteuren ausgewählter Naturlandschaften sollen möchte regionalökonomische und soziale Chancen für den ländlichen Raum aufgezeigt werden.

Dazu wurden 2018 bundesweit vier Modellregionen benannt:

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft-Elbe
  • Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee
  • Nationalpark Hunsrück-Hochwald (gemeinsam mit Naturpark Saar-Hunsrück)

Ein kurzes Video „erklärt“ das Projektvorgehen und zeigt, worauf es bei der Gestaltung eines barrierefreien Naturerlebnisses ankommt.

Das Potenzial der einzelnen Regionen wurde mithilfe von Bestandsanalysen ermittelt. In Workshops erarbeiten DSFT und NNL daraus gemeinsam mit den Naturlandschaften und deren Partnern vor Ort Chancen und Herausforderungen bei der Gestaltung barrierefreier Naturerlebnisangebote.

Bei der Umsetzung werden die Modellregionen, Leistungsträger und Akteure nicht alleine gelassen. DSFT und NNL begleiten sie entlang der gesamten touristischen Servicekette: mit Beratung, Sensibilisierungs- und Motivationsworkshops in den Regionen und Erhebungen nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ und der Möglichkeit, ein Netzwerk „Barrierefreiheit“ vor Ort zu entwickeln.

Das gemeinsame Projekt „Barrierefreie Naturerlebnisse als Impulsgeber für den ländlichen Raum“ (Laufzeit 2018 – 2021) wird mit Mitteln aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.