Reisen für Alle - Deutschland barrierefrei erleben
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Auf dem Radweg eine Etappe weiter! Kriterien für „barrierefreie Radwege“ überarbeitet

Das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ entwickelt sich stetig weiter mit dem Ziel, die gesamte touristische Servicekette für alle Nutzergruppen und deren Anforderungen zu erfassen. Dafür wird das modular aufgebaute System regelmäßig aktualisiert – Erhebungsfragen und Qualitätskriterien werden überprüft und wenn nötig angepasst. Falls möglich orientiert es sich an bestehenden Normen und Regelungen. Doch dort, wo es keine expliziten Anforderungskataloge für verschiedene Nutzergruppen gibt, müssen neue Kriterien entwickelt und beschrieben werden.

Diesen Prozess haben auch Wander- und Radwege durchlaufen: Zu Beginn wurden vorhandene Normen aus anderen Bereichen, wie z. B. dem öffentlichen Verkehrs- und Freiraum, übernommen und sich daran orientiert. Allerdings ist die Anwendung der Kriterien für öffentliche Räume auf Outdoorwege nicht für alle Gästegruppen sinnvoll. Ein Beispiel: Radwege führen oft über bereits vorhandene Wege, bei denen die in den Normen für öffentliche Räume beschriebenen Längsneigungen – maximal 6% auf einer Länge von zehn Metern – meist nicht eingehalten werden. Handbiker, E-Rollis, E-Bikes oder Radfahrer mit anderer technischer Unterstützung sind jedoch häufig in der Lage, längere oder größere Neigungen zu bewältigen.

Genau hier setzte der Prozess für die Weiterentwicklung der „Reisen für Alle“-Kriterien an: Nutzergruppen und Fahrradtypen wurden identifiziert und die Kriterien dementsprechend angepasst. Die Anforderungen orientieren sich in erster Linie an den unterschiedlichen Fahrradtypen (Handbikes, Tandems, Paralleltandems, Dreiräder, Reha-Bikes, Lastenfahrräder, Räder mit Anhänger usw.), die bestimmte Wegbreiten, Maximalsteigungen, Sicherheitsvorkehrungen etc. voraussetzen. Hierbei wurde beachtet, dass die Bewältigung von bestimmten Längsneigungen, Weglängen u. ä. abhängig von der persönlichen Leistungsfähigkeit und ggf. vorhandener Motorunterstützung (E-Bike-Trend) ist.

So wurden nach einem intensiven Abstimmungsprozess die „Reisen für Alle“-Kriterien für „barrierefreie Radwege“ überarbeitet und veröffentlicht. Die Differenzierung in drei Qualitätsstufen („Information zur Barrierefreiheit“, „teilweise barrierefrei“ und „barrierefrei“) wurde dabei aufrechterhalten.

Informieren Sie sich gerne im Detail auf unserer Webseite über die Qualitätskriterien!

Planen oder bewerben Sie einen Radweg, der für Alle geeignet ist? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns oder unseren regionalen Partnern (Landesmarketing-Organisationen) auf! Gern beschreiben und kennzeichnen wir Ihr radtouristisches Angebot mit dem System „Reisen für Alle“.

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Eintrag veröffentlicht am: 29.06.2020